Textatelier
BLOG vom: 13.01.2024

Deutsche Bauernproteste als Mosaikstein gegen grüne Weltbeglücker

Teil 1 - Die Grundsituation, die EU-Überregulierung und die Geldströme

von Werner Eisenkopf, Runkel/D.

 


 

In der Schweiz dürfte nicht so leicht gleich von Allen verstanden werden, worum es in den deutschen 'Bauernprotesten' seit dem 8. Januar 2024 eigentlich geht. Die Mediennachrichten vereinfachen oft ein real sehr komplexes Bild, mit vielen Facetten. Dass sich genauso auch ganz andere Berufsgruppen oder Branchen, wie Handwerker und Speditionen, wie auch Gastronomen diesen Protesten anschliessen, ist bei erster Betrachtung scheinbar verwirrend. Daher soll extra für das Textatelier einmal eine persönlichere und differenziertere Betrachtung hier angeboten werden.

Beginnen wir mal mit einer scheinbar unwichtigen Meldung von der Schliessung zweier Traditions-Metzgereien in Nordhessen, zum Jahresende 2023 (Metzgereischliessungen in Nordhessen). Das ist die Region um die Stadt Kassel, also etwa in der Mitte zwischen Frankfurt am Main und Hannover. In Melsungen und Wolfhagen, schliessen zwei Betriebe, von denen eine davon seit 124 Jahren besteht. Der Grund für diese Aufgaben ist letztendlich die immer krassere Reglementierung durch immer mehr und strengere Auflagen der EU und damit auch der deutschen Behörden. Kleinbetriebe können die ganzen ständig neu geforderten Umbauten, Modernisierungen und Auflagen, schlicht nicht mehr bezahlen. Dem Bürger vor Ort, gehen die vertrauten nahen Einkaufsquellen verloren.

Auch die Schweizer kennen viele Vorschriften und Regelungen, doch gegen diese Flut der EU zu immer mehr und immer kleinlicher, ist die Schweiz fast noch ein 'Gelobtes Land' geblieben. Allein die Auflistung der noch kurz vor Jahresende 2023 beschlossenen neuen EU-Vorschriften/Gesetzen, mit nur einigen Worten Ergänzungsbeschreibung zu jedem Einzelpunkt, würde mengenmässig locker 5 Artikel im Textatelier füllen. Doch wer sich dies trotzdem mal 'antun' will und wirklich mal lesen, was die EU in Brüssel allein zum Jahresende 2023 noch auf die EU-Bürger und EU-Betriebe loslässt, kann den zweiten Link unten anklicken und dies von Martina Binnig bei ACHGUT Beschriebene, dann Punkt für Punkt nachlesen. Doch Vorsicht. Besser Baldrian bereithalten. Gegen so Manches heute EU-REALE dort, ist sogar der selige 'Orwell' in '1984' noch fast ein 'Ponyhof' geblieben.

Eine unbestimmte Menge schweizer Betriebe, in denen die Schweizerbürger ihre gewohnten frischen Wurst- und Fleischerzeugnisse kaufen, wären in der EU bereits geschlossen oder hätten aufgeben müssen. Entgegen der täglich verlautbarten Politik, wird hier eine überbordende und immer masslosere Bürokratie, von Monat zu Monat weiter vergrössert und ausgebaut.

Kein Betrieb schafft es auf Dauer, immer wieder neue teure Um- und Ausbauten zu finanzieren. Das gilt für Metzgereien/Fleischereien genauso wie für Bauernhöfe. Da sollen Bauern Ställe umbauen. Mehr Tierwohl, mehr dies und das und auch noch möglichst alles 'Bio-Ökologisch' und trotzdem auch ja bei den Erzeugnissen/Lebensmitteln nicht zu teuer werden für die Verbraucher und Endkunden und und und...

Diese angespannte Situation muss man erst einmal kennen. Wenn in Deutschlands Medien irgendwelche Zahlen als Statistik herumschwirren, so sollte man vorsichtig sein. In Summe und mathematisch durch die Anzahl der Betriebe geteilt, "verdienten deutsche Bauern im Jahr demnach statistisch 115 000 Euro" Gewinn, laut einer von mehreren Berechnungen. Wow, wird da Mancher sagen, wie lukrativ. Denen müsse es doch gut gehen und wozu bekommen die dann überhaupt noch Subventionen?

Doch Vorsicht. Laut ähnlichen 'Statistikberechnungen' verdienen deutsche Arbeitnehmer demnach ca. 4100 Euro Monatseinkommen! Bekommen also jeder Bäckereiverkäufer und jeder kleine Arbeitnehmer diese ominösen 4100 Euro im Monat? Gewiss nicht und so wie die Statistik hierbei verzerrt ist durch das Mit-Einrechnen von sehr gut verdienenden Minderheiten/Managern ist, läuft das auch bei den Bauern. Hier werden Grossbetriebe, faktisch ganze Agrarfabriken mit riesigen Landflächen, statistisch vermengt mit Kleinbauern/Nebenerwerbsbauern und eher 'mittelständischen' Betrieben. Dass hier die Lebenspartner, Kinder und Grosseltern oft noch mitarbeiten müssen und diese Menschen immer '7-Tage-Wochen" als den Normalfall haben, wird gern verdrängt.

Wer einst selbst als Kind auf einem kleinen Bauernhof aufgewachsen ist, wie der Schreiber dieser Zeilen, hat dafür wenigstens noch ein Gespür und eine Beziehung für die damaligen wie auch heutigen Realitäten. Doch stelle sich ein Bergbauer in einem abgelegenen schweizer Tal nur einmal vor, seine ganzen Lebens- und Betriebsumstände, würden bis ins Kleinste, bestimmt und vorgegeben nach der Denkweise und den Regeln einiger Massanzugträger-Yuppies der Zürcher Bankenszene. Undenkbar?

Nun in Deutschland ist so etwas schon ziemlich weit gediehen, wenn auch nicht so frontal auf die 'Bankenszene' bezogen. Sehr salopp vereinfacht gesagt, wird in Deutschland immer stärker versucht, das gesamte Land nach 'grünen Regeln von Berlin-Mitte' umzukrempeln. Diese selbsternannten "Weltretter" gibt es natürlich auch genauso in Hamburg, Köln, Frankfurt/M., Stuttgart und München. Ganz besonders viele etwa in Freiburg/Brsg., Ulm, Heidelberg und anderen Universitäts-Städten. Die gibt es natürlich auch in Bern und Zürich.

Diese Situationsgrundlage muss man aber wissen und kennen, wenn man die "Bauernproteste" betrachten und zu verstehen versucht. Menschen mit einem gewissen Weltbild, die noch nie im Leben jemals hungern mussten oder Not litten, machen sich zum Bestimmer und 'Umbauer' der bäuerlichen Strukturen, die immer noch eine Ernährung der Bevölkerung garantieren, selbst wenn der Welthandel stark zusammenschrumpfen würde. In der (hoffentlich niemals so krass eintretenden) Not würde sogar der 'grünste Grüne' bald merken, dass er 'Solarzellen' vom Acker leider nicht essen kann aber wenigstens Kartoffeln und Gemüse. Allein von Strom oder Ökostrom, kann niemand überleben, sich höchstens dummerweise damit per Stromschlag umbringen.

Dazu muss man auch einfach einmal nachsehen, was die deutsche 'AMPEL-Bundesregierung' in ihren Haushaltsplänen alles NICHT kürzt! Die 'Beglückung' der ganzen Welt, mit deutschem Steuergeld ist weiter ungebrochen und steigt inflationär. Die 'feministische Aussen- und Entwicklungspolitik' Deutschlands, ist teils so verrückt und paradox, dass Normalbürger in D, A und CH darüber nur noch fassungslos die Köpfe schütteln können, sofern sie dies überhaupt einmal mitbekommen und wahrnehmen. Dies kostet Deutschlands Steuerzahler 2024 immerhin ca. 60 Milliarden Euro!

All das wird im zweiten Teil dieser kleinen Serie konkreter näher aufgelistet. Man freue sich auf "Radwege in Peru" oder "Entwicklungshilfe" für Indien, was sich zugleich teuerste Weltraumprogramme leistet und Atomwaffen. Sogar noch 'Entwicklungshilfe' für China gibt es immer noch im deutschen Staatshaushalt! Man freue sich auf Zahlungen an Länder, die Pleite sind aber trotzdem jetzt einen Super-Präsidentenpalast bauen wollen, wie Äthiopien. Dazu an Dorf-Toiletten und luxuriöse SUVs (Verbrennermotoren!) für Politiker in Nigeria. Auch Verkehrsprojekte in Mexiko, sind demnach allesamt für diese deutsche AMPEL-Bundesregierung offensichtlich wichtiger, als die deutschen Bauern und ihre Lebensumstände.

Dass es in Deutschland mehr als zwanzigmal so viele Professuren für Gender/Postkoloniale Forschungen etc. gibt, wie etwa Professuren für Energietechnik, verwundert da nicht mehr. "Wertschöpfung" als Grundlage des Wohlstandes in D, A und CH, scheint verdrängt und überflüssig geworden zu sein. Dass ohne diese Wertschöpfung aber auch die staatlichen Steuer-Fleischtöpfe bald darben, aus denen sich diese Scharen an "nicht wertschöpfend" berufstätigen Menschen oft grosszügig bedienen und davon leben, scheint nicht allgemein bekannt zu sein oder wahrgenommen werden zu wollen.

Schon fast kurios ist aber, dass diese "planetenweiten Wohltaten" aus dem deutschen Steuer-Haushalt, zufällig etwa 60 Milliarden Euro ausmachen. Ebenfalls ca. 60 Milliarden Euro ist nämlich auch die aktuelle Finanzlücke im deutschen Bundes-Haushalt, "verursacht" durch das höchste deutsche Gericht. Das deutsche Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat mit einem Urteil die geplanten finanziellen Tricks und Steuergeld-Umschichtungen dieser deutschen Bundesregierung untersagt. Es geht dabei aber nicht etwa um schon eigenommenes, also vorhandenes Geld, sondern ging ausschliesslich um solche Mittel, die per Schuldenaufnahme für "CORONA" beschlossen wurden und nun einfach so in den "grünen Umbau" der deutschen Wirtschaft verschoben werden sollten. Im darin verbal sehr kreativen Deutschland, nennt man solche Schulden ja nicht profan auch "Schulden" als Begriff, sondern nennt das vielmehr beschönigend "SONDERVERMÖGEN"...

Erst das gerichtliche Verbot dieser politischen Finanz-Tricksereien, führte u.a. zu den Streichungsplänen für die Dieselkraftstoffe der Bauern. Dies ist aber auch im Kontext zu betrachten mit parallelen deutschen Erhöhungen der Strassenmaut (LKWs, Lieferautos, Transporter), der CO2-Steuer gleich um die Hälfte dazu, der Gastronomie-Mehrwertsteuer und dazu wieder jeweils dann deswegen auch die höhere Umsatzsteuer ab dem 1.1.2024. Kurzum, der Staat (D) nimmt und nimmt, immer mehr. Dies in einer Situation wo schon vor Putins Ukrainekrieg, die Energiepreise stark angezogen waren, was sich dann noch verschärfte. Zugleich "tröstet" die deutsche Politik die ausgenommenen Bürger mit der Ankündigung von einem "kommenden Klima-Geld" was gerüchtweise ab 2024 kommen KÖNNTE (so Gott will) und dann wohl im JAHR ca. 139 Euro je Bürger betragen KÖNNE...

Auch dazu wird im Teil 2 dieser kleinen Reihe, noch Einiges Interessante zu lesen sein. Vor allem aber werden Sie erstmals über Zusammenhänge lesen, dass die deutschen Bauern auch deswegen Kürzungen auf sich nehmen sollen, damit ein deutscher gelernter Kinderbuchautor Robert Habeck (derzeit beruflich aber "Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz"), seine weltfremden und zerstörerischen "Umbaupläne" für die deutsche Industrie umsetzen kann. Leider sind das aber Pläne, welche die deutsche Wirtschaft zerstören werden und dauerhaft vom Weltmarkt verdrängen. 

Diese zu erwartenden Folgen, sind aber leider KEINE "Verschwörungs-Theorien" sondern sind zu erwartende Folgen der "deutschen Wenden", die auch internationale Wirtschaftsexperten und etwa der frühere Chef des deutschen IFO-Instituts, Hans-Werner Sinn, bereits so ähnlich als Warnungen brachten (s. Link ganz unten).

 

Links:

Metzgereischliessungen in Nordhessen
https://www.hessenschau.de/panorama/zwei-nordhessische-traditionsmetzgereien-schliessen--v2,kurz-metzgerei-ross-100.html

Weitere EU-Regulierung bis zum Anschlag zum Jahresende 2023, M. Binnig
https://www.achgut.com/artikel/eu_erneutes_regulieren_bis_zum_anschlag

Hans-Werner Sinn, ex IFO-Chef zu Deutschlands Wirtschaft
https://www.hanswernersinn.de/de/d-ist-der-kranke-mann-europas-fmw-05092023

 

 

 


 
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