Textatelier
BLOG vom: 31.01.2017

Essay über Fährten und Spuren

Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London


Wo beginnen die Fährten und Spuren im menschlichen Leben und wo enden und verflüchtigen sie sich, möchte ich in diesem kurzen Essay aufgreifen.


Die Spuren einer Familie lassen sich in der Regel auf drei oder vier Generationen zurückverfolgen, ehe sie spurlos erlöschen. Wie mehr und mehr Ehen heutzutage in Brüche gehen, wird es immer schwieriger, Fährten und Spuren zu sichern.


Manchmal werden Fährten und Spuren auch absichtlich von den Nachkommen vertuscht oder verschwiegen. Das kann der Fall sein, wenn ein Familienmitglied ein Verbrechen begangen hat, wie Mord und Totschlag oder Kriegsverbrechen, wie von Dr. Mengele und Adolf Hitler während der Nazizeit verübt. Es wäre gewiss aufschlussreich, mehr darüber zu erfahren.


Von der positiven Seite betrachtet: Wo immer sich ein Talent regt und entfaltet, lassen sich Fährten und Spuren verfolgen, sofern das Wirken eines Talents die Öffentlichkeit erreicht. Geniale Grossleistungen in der Kunst und in den Wissenschaften sind der dauerhafte Nachlass, die künftige kreative Leistungen vorantreiben. Somit sind vergangene Leistungen der Nährboden für Fortschritte, womit neue gangbare Wege erschlossen werden zum Wohl der Menschheit, so hoffe ich.

 


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