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BLOG vom 04.11.2016


November-Aphorismen
Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London


Ochsen ziehen das Schicksal. Esel bocken davor. Der Fuchs geht an ihm vorbei.
Er weiss, dass es ihm von selbst nachläuft.

*

Die Weichen zur Zukunft werden in der Gegenwart gestellt, da die Vergangenheit hinfällig geworden ist.

*

Verbreiteter noch als die Schadenfreude ist die Scheinfreude.

*

Das Gewissen entsteht aus der Furcht vor einem gewissen Ausgang, den die Reue als Eingang benutzen könnte.

*

Die Leute schneiden meistens gut ab, zumal bei Würsten.

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Vielen Büchern fehlt bloss eines: der Büchsenöffner.

*

Ein Geistesblitz schlug ein. Aber dagegen hat er sich einen Blitzableiter angeschafft.

*

Des Teufels bester Advokat ist der Engel.

*

Er kannte keine Misserfolge, einfach weil er diese auf seine Untergebenen delegierte.

*

Besteht ein Mensch darauf, er könne auf sich selbst stehen, liegt er
schon auf dem Gegenbeweis.

*

Der Mensch ist kein Ungeheuer. Nur ein ungeheures Thema.

*

Auf dem Streckbett der Eitelkeit, werden die Brüche der Eigenliebe geheilt.

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Zwischen Reigentanz und Reihentanz liegt die Kindheit begraben.

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Man wetzt doch eine Scharte aus, um wieder besser an die Schwarte Speck zu kommen.

*

Erziehung beginnt mit Entziehung ...

*

Tasten – vorantasten durch Trübnisse, so kommt man an ihnen vorbei.

*

Was habe ich erreicht? Ein gewisses Alter.

*

Vielerlei Wege winden sich durchs Leben. Unterwegs finden sich Wendepunkte als persönlicher Wegweiser.
Diese werden selten erkannt.

*

Wo sind die geistigen Perlen in der verschlossenen Auster?

*

Im Wortballast versinkt die Sprache.

*

Trübsal blasen. Bis der Ballon platzt.

*

Stures Feststellen und Festhalten hemmt die Erkenntnisfähigkeit.

*

Die heute vorherrschende Tracht: Zerschlissene Jeans.

*

Beginne frohgemut eine schwierige Aufgabe und lasse dich nicht entmutigen.
Die Freude folgt dem gelungenen Ende.

*

Ein Impuls genügt, damit wir eine überfällige Pflicht anpacken. “Alors, mets-toi en marche!”

*

Es ist löblich, einen kleinen Schmerz tapfer zu erdulden.
Grosse Schmerzen erfordern Durchhaltewillen.

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Streift dich die Melancholie, finde die Blume, welche sie vertreibt.

*

Es ist seltsam, dass ich Seiten lesen kann, und meine Gedanken dabei ausschweifen.

*

Die Ambivalenz enthüllt den Zwiespalt.

*

Die digitalen Medien werden in den Himmel gepriesen.
Als Zeitfresser verweise ich sie in die Hölle – Ausnahmen vorbehalten.

*

Herrschen Fragezeichen als Interpunktion vor? Nein! Die Ausrufezeichen herrschen vor.

*

Das Pflichtenheft verpflichtet zu nichts.

 


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