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BLOG vom 05.10.2013


Achtung, ein Teekesselchen! Sprachspiel für jedermann
Autor: Richard Gerd Bernardy, Dozent für Deutsch als Fremdsprache, Viersen/Niederrhein D
 
Der Begriff Teekesselchen ist vielen Kindern und Erwachsenen bekannt. Gemeint ist damit nicht ein kleiner Teekessel, sondern ein Sprachspiel. Der seltsame Name dafür soll Wikipedia zufolge aus dem englischen Buch The Book of Hundred Games von Mary White aus dem Jahr 1896 stammen, allerdings nicht der Diminutiv, sondern einfach teapot.
 
Der wissenschaftliche Begriff für die Wörter, um die es geht, ist Homonyme. Das Phänomen gibt es in vielen Sprachen. In Englisch habe ich mehr Homophone gefunden, sie klingen gleich, aber werden unterschiedlich geschrieben.
 
In der deutschen Sprache sind es oft Nomen, aber auch Verben und Adjektive, die 2 oder mehrere Bedeutungen haben, wobei sie völlig gleich geschrieben werden. Wissenschaftlich gehört das Gebiet zur lexikalischen Semantik.
 
Wenn Sie Lust haben, spielen wir jetzt Teekesselchen!
 
Welcher Begriff ist gemeint? Ich beginne mit einem Beispiel:
 
Mittags spiele ich damit, abends gehe ich auf einen und tanze (Ball).
 
Jetzt wird es ernst! Drucken Sie die Seite mehrmals aus, machen Sie daraus einen Wettbewerb! Wer findet die 25 Bedeutungen am schnellsten?
 
Nach einem Boxhieb aufs Auge schenkt sie ihm diese Blume.
Ich liebe diesen Kuchen und ich reagiere allergisch darauf.
Ich schaue hindurch und ich trinke daraus.
Ich fahre mit dem Schiff darauf und er kommt aus der Steckdose.
Sie ist die Tochter meiner Mutter und im Kloster ist sie es auch.
Ich bin sehr schnell gefahren, damit ich ihn vor dem Regen noch mähen kann.
Manchmal würde der schnelle Schritt mit einer gleichnamigen Musik schöner sein.
Der Bergmann arbeitet dort am Tag und am Abend zahlt er sie in der Kneipe.
Ich brauche ihn zum Gehen, in einem Haus nennt man ihn Etage.
Der Staat will sie von mir haben, besonders wenn ich im Auto daran drehe.
Die Kühe laufen darauf herum, und am Rande wächst eine in den Himmel.
Ich brauche ihn für die Fernreise, wenn ich eine Wanderung über den Berg mache.
Das Kleinkind reitet darauf und als Erwachsener nenne ich es Hobby.
Wenn manche Leute bestimmte Lebensmittel so essen, verhalten sie sich so zum Koch.
Die meisten Leute essen ihn zu Weihnachten; selten graben sie ihn tief in der Erde.
Er macht mich krank, wenn alle Türen auf sind; wenn er vorbeifährt, wache ich auf.
Die Flugbahn meines Balles führt ihn genau dorthin, wo eine Katze Babys gebar.
Ich wandere in einen Teil der Stadt und trinke dort ein Glas Wein.
Er ist Ungläubiger, aber meditiert gern in der Landschaft, nach der er benannt wird.
Sie hatte ihn voll mit Obst und als ich mit ihr ausgehen wollte, gab sie mir einen.
Die Blumen hatten viele davon, der Florist nahm sie aber als Bezahlung nicht an.
Sie trafen sich im Zoo am Gehege des grossen Vogels und er überreichte ihr einen.
Er zahlte einen hohen dafür, aber am Ende bekam er den ersten.
Sie ritt darauf und der Friseur schnitt ihr einen.
Es blutete, als ich auf dasselbe fiel, aber jemand gab mir eins und es hörte auf.
  
Ich wünsche viel Ratespass!
 *
Die Lösungen
Die Lösungen sind nicht in der Reihenfolge, sondern alphabetisch aufgelistet:
 
Bienenstich, Blüten, Glas, Heide, Korb, Marsch, Pass, Pflaster, Pony, Preis, Rasen, roh, Schwester, Steckenpferd, Steuer, Stock, Stollen, Strauss, Strom, Veilchen, Viertel, Weide, Wurf, Zeche, Zug.
 
Hinweis auf ein weiteres Spiele-Blog von Gerd Bernardy
 
Ihre Meinung dazu?

 
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