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BLOG vom 14.07.2010


Pointen: Wissenswertes an die grosse Glocke gehängt
Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London
 
Einer wollte:
 
... sein Wissen ausdehnen. Mit dem Teigroller fuhr er so lange übers Wissen, bis nichts mehr davon übrig blieb als das Walzblech.
 
... das Wissen hamstern und stopfte davon so viel in den Sack, bis er ihn nicht mehr heben konnte.
 
... das Wissen in Portionen zerlegen. Aber immer wieder flossen sie ineinander über.
 
... das Wissen pfundweise verkaufen, aber dazu fand er keine Waage.
 
... sich vom Wissen ernähren – und verhungerte kärglich.
 
... das Wissen an die grosse Glocke hängen und raubte ihr den Klang.
 
... das Wissen für sich behalten und erstickte daran.
 
... vom Wissen nichts wissen und war der glücklichste Mensch weit und breit.
 
 
Sorgenvolles
 
Sorge tragen. Das mag zuerst belasten, aber verhindert schlimmere Lasten später.
 
Der Egoist sorgt für sich selbst auf Kosten anderer.
 
Wie entsorgt man sich von Sorgen? Indem man vorsorgt.
 
Der Kluge weiss, wie sich Sorgen zur Freude umkrempeln lassen. Aber wer ist schon so klug?
 
 
Gewissenslos
 
Von Gewissen keine Spur – und dennoch spürt ihn die Schande auf.
 
Der Weg des Gewissenlosen ist mit Dornen gespickt.
 
Wer keine Gewissensbisse kennt, wird von anderen gebissen.
 
Erziehungsaufgabe: Das Gewissen muss man in Kindern wie Setzlinge verpflanzen. Sonst kommt es zum gewissenslosen Wildwuchs.
 
 
Hinweis auf weitere Aphorismen-Blogs und Lyrik von Emil Baschnonga
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