Textatelier
BLOG vom: 20.02.2008

Fische: Kulinarisch interessante und uninteressante Objekte

Autorin: Lislott Pfaff, Schriftstellerin, Liestal CH
 
Eine Fischart wie die Barbe sei „kulinarisch nicht interessant“, sagte kürzlich der Baselbieter Kantonsveterinär Ignaz Bloch im Zusammenhang mit den weit über dem Grenzwert liegenden Giftrückständen, die in den „kulinarisch wertvollen“ Birs-Forellen gefunden wurden. Damit teilte er die Fische in „kulinarisch wertvolle“ und „kulinarisch nicht interessante“ Sorten auf.
 
Dass wahrscheinlich alle Fische unter der hohen Giftbelastung leiden, der sie heutzutage auch in den Schweizer Gewässern ausgesetzt sind, steht gar nicht zur Diskussion. Wichtig ist einzig und allein, ob sie die für unsere Genusssucht relevanten Eigenschaften aufweisen. Und wertvoll sind sie nur, solange wir sie als kulinarische Objekte ohne Bedenken verzehren können. Einen eigenständigen Wert als Lebewesen besitzen sie nach menschlichem Ermessen nicht. Unterliegt da der Mensch nicht – wie auch auf anderen Gebieten – einem fatalen Irrtum?
 
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