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BLOG vom 16.08.2005


Blogosphäre mit Atmosphäre: Es gibt Blätter und Blätter

Autor: Emil Baschnonga

Letztes Jahr um diese Zeit war Blog noch ein Fremdwort für mich. Inzwischen bin ich zum „Blogger“ geworden. Hier in England allein gibt es jetzt über 400 000 Blogger. Hunderte kommen täglich hinzu.

Ich stosse mich nur am Wort „Blog“, abgeleitet von „web log“. Auf Deutsch werden Blogs als Journal- oder Tagebuchblätter bezeichnet. Warum Blog nicht schlicht und einfach Blatt nennen? Auch das Wort ‚Blogger’ stört mich (es erinnert mich an den Blocher zum Bohnern der Holzdielen). Der Begriff Tagebuchschreiber, also „diarist“ auf Englisch, ist mir zu lang und umständlich. Essayist scheint mir zu hoch gegriffen, Feuilletonist klingt zu pompös. Vergeblich ringe ich um das treffende Wort.

Es gibt Blätter und Blätter. Wie aufgewirbelte Herbstblätter flattern sie durch die Luft und werden von Netznutzern aufgelesen – und, was am Schönsten ist, auch gelesen.

Jedermann findet Blätter nach seinem Geschmack, auch geschmacklose. Zu diesen reihe ich unzählige Blätter, die dem aufgeblähten Ego entfliegen. Sexuell eingefärbte Blätter locken Voyeure an. Was einst in Klatschspalten breitgewalzt wurde, hat jetzt ein neues, weltweites Tummelfeld gefunden. Nun, das darf ja auch sein und stört mich nicht, einfach darum, weil ich solches Gefasel meide.

Ganz anders und unvergleichbar besser sind die Blätter aus dem Blogatelier des Textateliers.com. Sie entspringen dem Gemüt, der Erfahrung und dem Wissensschatz der Mitarbeiter und umfassen Tier- und Naturliebe, gesunde Lebensweise, Zeitkritik (etwa gegen die Globalisierung) usw. Dazwischen eingestreut brechen immer wieder auch viel Schalk und Anekdotisches durch und allerlei Randnotizen rund ums Tagesgeschehen, die in der Presse meistens direkt in den elektronischen Papierkorb fallen. Somit wenden sich die Textatelier-Blätter an Anspruchsvolle, die ausserdem gutes Deutsch schätzen. Dabei kommen auch Kunst und Kultur nicht zu kurz.

Dies alles ist der Nährboden, aus dem der Dialog entspringt. Der Leser drückt seine Meinung aus. Das Schönste, das dem Textatelier.com widerfahren kann, ist eine kultivierte Konversation auszulösen − sie ist gerade heute bitter notwendig geworden, weil die Kunst des freien Meinungsaustausches allein schon aus Zeitmangel darbt. Für diese Oase schreibe ich fürs Leben gern.

Der echte Tagebuchschreiber rettet uns aus der irrsinnigen Kommunikationsflut. Er hilft uns über die Tagesaktualitäten hinweg und stöbert neue Blickwinkel auf. Er (Sie) predigt nicht, sondern beschreibt, veranschaulicht aus seiner persönlichen Sicht, was uns auf dieser Welt bewegt. Und immer wieder führt er (sie) uns ins lokale Geschehen zurück, die letztlich unsere Nabelschnur im engeren Zirkel unserer Umwelt ist, sei es eine Wanderung im Jura, tolle Mahlzeiten während eines Ferienabstechers in Österreich. Aber er bleibt nicht im Lokalen stecken. Auch was in Afrika und im Nahen Osten geschieht, bewegt ihn zu kritischen Blättern. Dadurch lesen wir nicht bloss Nachrichten, sondern erfahren sie hautnäher.

Wenn Sie im Textatelier.com unter „Alle Blogs“ zurückblättern, finden Sie eine reiche Vielfalt, die im Rückblick weit über den Tag hinaus nachwirkt und jederzeit aufgreifbar ist.

Das Textatelier wartet immer wieder mit Überraschungen auf. Wer hätte gedacht, dass uns Heinz Scholz ausgerechnet die „Kapitalen Regenwürmer“ (Blog vom 12. August 2005) zum Lesevergnügen auftischen würde?

Hereinspaziert in diese Blogosphäre mit Atmosphäre!

 

 

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