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     16. Dezember 2018, 03:22 Uhr
 


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Zigarren als Brandopfer

In Nordkalifornien USA kaufte ein Rechtsanwalt eine Kiste seltener und teurer Zigarren und versicherte sie gegen Feuer sowie andere Dinge. Innerhalb eines Monats rauchte er alle dieser edlen Zigarren. Noch vor der ersten Prämienzahlung meldete der Rechtsanwalt Ansprüche gegenüber der Versicherungsgesellschaft an. In seiner Forderung gab der Rechtsanwalt an, die Zigarren seien in einer "Reihe von kleinen Feuern" verloren gegangen.

Die Versicherungsgesellschaft weigerte sich aus dem folgenden einleuchtenden Grund, zu zahlen: der Mann habe die Zigarren geraucht. Der Anwalt klagte... und bekam Recht! Der Richter stimmte zwar der Versicherungsgesellschaft zu, wonach die Forderung leichtsinnig und irrsinnig sei. Da aber der Rechtsanwalt eine Police der Gesellschaft besass, in welcher ihm zugesichert wurde, dass seine Zigarren versichert seien und ihm garantiert wurde, dass sie auch gegen Feuer geschützt sind, ohne zu benennen, vor welchen Arten von Feuer, wurde die Versicherung verpflichtet, die Forderungen zu bezahlen. Statt eines langen und kostspieligen Berufungsprozesses akzeptierte die Versicherungsgesellschaft den Entscheid und zahlte dem Anwalt 15 000 USD für den Verlust seiner seltenen Zigarren durch "Feuer".

Nachdem der Anwalt den Check eingelöst hatte, liess die Versicherungsgesellschaft den Zigarrenliebhabeer verhaften – wegen 24-facher Brandstiftung. Seine eigenen Versicherungen und Aussagen im vorherigen Fall wurden gegen ihn benutzt. Der Anwalt wurde schuldig gesprochen, sein versichertes Eigentum mutwillig in Brand gesetzt zu haben und wurde zu 24 Monaten Haft und einer Geldstrafe von 24 000 USD verurteilt.

R.

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